Muskelkater

Über mich...
Meine Name ist Mike Hartenstein. Im Rahmen meiner Ausbildung im Bike-House Plauen, habe ich diese Ausarbeitung zum Thema Fahrrad-Technik geschrieben.

Ich wünsche Ihnen viel Spass beim Lesen der Seiten. Das Copyright liegt bei der Firma Bike-House in Plauen!

Muskelkater

„Muskelschmerzen durch Mikroverletzungen der Muskelfasern“

Hierbei handelt es sich um einen Muskelschmerz, der in den meisten Fällen nach einer ungewohnt anstrengenden oder besonders stark belastenden sportlichen Aktivität auftritt. Am häufigsten werden hiervon untrainierte Personen betroffen. Muskelkater macht sich erst nach einigen Stunden bemerkbar, tritt also nicht sofort nach der jeweiligen Aktivität auf. Auf Ihre allgemeine Gesundheit hat Muskelkatter keine Auswirkung.

Durch den Muskelkater kann die Beweglichkeit der Betroffenen aufgrund der Schmerzen wesentlich eingeschränkt werden. Die Muskeln werden beim Muskelkater steif, druckempfindlich und kraftlos und die Kraft der betroffenen Muskeln kann bis zu 30 % reduziert werden. Darüber hinaus verkleinern sich auch die Bewegungsradien der beteiligten Gelenke.Der Betroffene wird die Schmerzen in einem Zeitraum von einigen Tagen bis zu einer Woche nicht los.

Muskelkater ist im Gegensatz zu Muskelprellungen, -zerrungen oder -rissen harmlos und klingt ohne bleibende Schäden ab. Gleichzeitig kann es aber durch die gleiche anstrengende Aktivität für mehrere Wochen nicht erneut ausgelöst werden.

Menschen werden von Muskelkater am häufigsten dann betroffen, wenn sie nach einer längeren Trainingspause wieder eine sportliche Aktivität aufnehmen. Bei gut trainierten Sportlern kann es aber auch zu einem Muskelkater kommen, wenn sie beispielsweise neue Bewegungen erlernen möchten oder wenn sich die Muskeln in Rahmen eines Wettkampfs ermüden. Diese Tatsachen sollten Sie aber davon nicht abhalten Sport zu treiben, denn wie man weiss macht Sport gesund.

Laut einer älteren Theorie werden die Schmerzen beim Muskelkater durch die im Muskel verbliebene Milchsäure verursacht. Diese Theorie wird aber nicht länger akzeptiert, da die Schmerzen, laut den neusten Forschungen in diesem Bereich, aufgrund der Mikroverletzungen der Muskelfasern entstehen. Solche Mikroverletzungen treten bei einer unkoordinierten Muskelarbeit bei ungewohnten Bewegungsmustern auf. Durch die Mikroverletzungen kann Wasser in die Fasern eintreten und es kommt zu den Schmerzen, die wir alle mindestens einmal im Leben zu spüren bekommen haben oder werden. Die Muskelfaser schwillt durch die Wasseransammlungen, die sich im Laufe der nächsten 1-2 Tage bilden, an und wird gedehnt. Die Dehnungsschmerzen entsprechen grundsätzlich dem typischen Muskelkaterschmerz. Eine eher seltene Form des Muskelkaters tritt nach andauernden, intensiven Belastungen des Stoffwechsels auf, wie beispielsweise nach einem Marathonlauf. Hierbei kommt es zu einer Entzündungsreaktion, die Muskelschmerzen auslösen kann. Vom Muskelkater kann man aber auch nach einem epileptischen Anfall oder aufgrund der Narkoseeinleitung verabreichter Muskelrelaxantien befallen werden.

Die Schmerzen, die von einem Muskelkater verursacht werden, verschwinden grundsätzlich spätestens in einer Woche auch ohne Behandlung. Sollten die Schmerzen aber länger anhalten, dann empfiehlt es sich, einen Arzt aufzusuchen um weitere Verletzungen als Ursache ausschließen zu können. Falls Sie sich mit solchen Beschwerden bei einem Arzt melden, dann wird dieser immer mit einer Befragung beginnen. Fragen, die bei der Diagnosestellung behilflich sein können sind beispielsweise:

 

• Haben Sie sich in letzter Zeit übermäßig angestrengt? Wann sind die Schmerzen genau aufgetreten? Sind die Schmerzen nach einer bestimmten Aktivität plötzlich aufgetreten? Welche Bewegungen verursachen Schmerzen in den Muskeln? Diese und weitere ähnliche Fragen können dem Arzt wichtige Hinweise darauf geben, ob nur ein harmloser Muskelkater vorliegt bzw. ob auch weitere Muskelverletzungen vorliegen.

Ist die Befragung abgeschlossen, dann wird der Betroffene grundsätzlich untersucht. Während der körperlichen Untersuchung werden betroffene Muskelregionen abgetastet. Genauere Anhaltspunkte können aber von einer Ultraschalluntersuchung geliefert werden. Je nach den Resultaten der bisherigen Untersuchungen können auch weitere Untersuchungen durchgeführt werden. Eine spezielle Therapie wird bei Muskelkater grundsätzlich nicht benötigt, da er in den meisten Fällen nach nur wenigen Tagen von alleine abklingt. Bis die Schmerzen nachlassen, sollten die Muskeln geschont und sportliche Aktivitäten abgesetzt werden. Der Heilungsprozess kann beispielsweise durch warme Bäder mit verschiedenen natürlichen Inhaltsstoffen beschleunigt werden, da hierdurch die Durchblutung der Muskeln in den betroffenen Bereichen gefördert wird.

Eine Massage klingt immer sehr gut, aber man sollte vor allem während den Schmerzphasen auf Massagen verzichten. Ist der Schmerz ein wenig abgeklungen, dann können leichte Lockerungsmassagen und ein gezieltes Muskelaufbautraining die Heilung beschleunigen. Die Bewegungsschmerzen lassen sich meist durch vorsichtiges, passives Dehnen vorübergehend abschwächen. Sollten allerdings stärkere Schmerzen auftreten, dann können unter Umständen auch leichtere Schmerzmittel eingenommen werden. Uns ist aber eine wirksame Behandlung des Muskelkaters durch Medikamente noch nicht bekannt. Am besten ist es, wenn man versucht, Muskelkater aus dem Weg zu gehen. Als Vorbeugungsmaßnahmen gelten beispielsweise:

 

• sorgfältiges Aufwärmen vor dem Sport,
• mit neuen Bewegungsmustern nur langsam beginnen,
• nach längeren Pausen, die sportliche Aktivität nur vorsichtig wieder aufnehmen