Über mich...
Meine Name ist Mike Hartenstein. Im Rahmen meiner Ausbildung im Bike-House Plauen, habe ich diese Ausarbeitung zum Thema Fahrrad-Technik geschrieben.

Ich wünsche Ihnen viel Spass beim Lesen der Seiten. Das Copyright liegt bei der Firma Bike-House in Plauen!

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4.1 Rahmenwerkstoffe

Eisen:

Zugfestigkeit: 360-1450 N/mm² Dichte: 7,85 g/cm³

Schon die ersten Rahmen schweißten Ikonen wie Joe Breeze oder Tom Ritchey aus Stahlrohren. – kein Wunder, dass der Werkstoff Kultstatus genießt. Der gute Ruf fußt aber auch auf guten Eigenschaften, denn die aus filigranen Rohren gebauten Stahlrahmen gelingen sehr steif und äußerst komfortabel. Den größten Nachteil stellt zweifellos das kaum noch konkurrenzfähige Gewicht dar, dicht gefolgt von Korrosionsfähigkeit und gar nicht so geringen Kosten. Zudem sind Moderne ,hochlegierte Stahlrohre keineswegs einfach schweißbar- nix mit fix repariert beim Dorfschmied.

Plus / Minus + sehr steife Konstruktion + Trotzdem komfortabel + sehr gute Dauerhaltbarkeit + gute Optik - hohes gewicht - Korrosionsgefahr

Titan:

Zugfestigkeit: 500- 900 N/mm² Dichte: 4.5g/cm³

Eine Titanrahmen kauft man fürs Leben! Die titanisch schimmernden Kunstwerke etwa eines Rob Vandermark, sind vollkommen unempfindlich gegen Korrosion, zudem leicht und außerordentlich dauerfest. Allerdings verhindert der enorme Fertigungsaufwand eine weitere Verbreitung des edlen Metalls z.B.: seltener Rohstoff ,schwer zu Rohren zu ziehen, äußerst aufwendig zu schweißen, entsprechend teuer. Aber wenn angewandt, dann vereinen Titanrahmen die besten Eigenschaften aller Metallwerkstoffe zu tollen Fahreigenschaften und „ stählerner“ Bequemlichkeit.

Plus / Minus + sehr steife Konstruktion bei .... + ... hohen Komfort realisierbar + einfach schön - schwer zu bearbeiten - sehr teuer

Aluminium:

Zugfestigkeit 154- 500 N/mm² , Dichte 2,75 g/cm³

Frank the Welder riskierte seinen Job als er hinter dem Rücken seines Chefs das erste Yeti- rahmen aus Easton-Alu schweißte. Der Rahmen geriet bahnbrechend – seitdem hat sich Aluminium hat sich Aluminium (6000er- und 7000er- Serien wegen der Schweißbarkeit) zum meist genutzten Rahmenwerkstoff gemausert. Wegen grundsätzlich geringer Festigkeit und Dehnbarkeit müssen Alus aus voluminösen, je nach Hehrsteller und Belastung kunstvoll mit mehreren Wandstärken gezogenen Rohren verschweißt werden. Clever Konstruiert, bieten Alus tolle Fahreigenschaften. Schlechte fahren wie Folterstühle.

Plus/Minus + leichte Konstruktion möglich + zugleich günstig und hochwertig + gut recyclebar - schlecht konstruiert, sehr unbequem - Korrosionsgefährdet

Scandium:

Zugfestigkeit 570-60N/mm² Dichte 2,8 g/cm³

Scandium bezeichnet immer eine Aluminiumlegierung mit Scandium-Anteil und dürfte eines der wenigen guten Resultate des kalten Krieges sein. Scandiumrohre von Eastern oder Dedacciai können eigentlich alles besser als Alu-Pendants: Sie sind bruchfester ,allerdings auch sehr kerbempfindlich), lassen sich dank feinkörnigen Gefüge sehr dünnwandig verarbeiten , gut verschweißen und bleiben auch im kritischen Bereich der Schweißnaht sehr feinkörnig. Was im Ergebnis 15% Gewichtsvorteil bei gleicher Steifigkeit und deutlich besseren Komfort gegenüber einem Alurahmen bedeuten kann.

Plus/Minus + fester als Alu + gleich festes Rohr leichter als Alu + Effizient zu verarbeiten + zugleich steif und bequem - teurer als Alu - sehr Rissempfindlich bei Kerbungen

Alu-Carbon:

Vereint die Eigenschaften der beiden verwendeten Werkstoffe.

Hardtails tragen einen Makel. Die oft leider allzu sprichwörtliche Härte ihres Hinterbaus, die auf Dauer die härtesten Athleten zermürben kann. Die Steifigkeit im Lenkkopf etwa eines guten Alurahmens ist hingegen immer gewünscht .Hybridrahmen bringen beides zusammen, nutzen am Hauptrahmen die Vorzüge von Alu- und Hinterbau die von Carbonrohren, die sich durch Lagenzahl und Ausrichtung der Karbonmatten sehr genau auf die Ansprüche zuschneiden lassen. Carbon und Alu werden dann in einem aufwendigen, keineswegs von jedem beherrschten Verfahren dauerhaft verklebt.

Plus/Minus + steifere rahmen + komfortabler Hinterbau + dennoch guter Vortrieb + leicht - schwierig zu verkleben

Carbon:

Zugfestigkeit: 20 bis 4000 N/mm², Dichte ca. 1,5 g/cm³

Carbonrahmen haben auch Nachteile: Der Werkstoff ist sehr teuer, sehr aufwendig zu verarbeiten. Mittlerweile aber spielen Carbonrahmen beim Fahrrad all ihre Vorteile aus: Sensationell leicht, lassen sich genau auf die Ansprüche verschiedener Belastungsfälle zuschneiden ,geraten dann bei einzigartiger Leichtfüßigkeit zugleich steif wie komfortabel – ein konkurrenzlosen Qualitäten-Mix. Dabei steht der Werkstoff noch immer am Beginn seiner Entwicklung – nicht auszudenken, was die Zukunft noch bringt. Günstig wird Carbon allerdings nie werden.

Plus / Minus + konkurrenzlos leicht + enorm dauerschwingfest + kaum Kerbempfindlich + bequem steif und spritzig - schwierig zu verarbeiten - teuer