Über mich...
Meine Name ist Mike Hartenstein. Im Rahmen meiner Ausbildung im Bike-House Plauen, habe ich diese Ausarbeitung zum Thema Fahrrad-Technik geschrieben.

Ich wünsche Ihnen viel Spass beim Lesen der Seiten. Das Copyright liegt bei der Firma Bike-House in Plauen!

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3.5 Hinterbauarten

Eingelenker:

Der Eingelenker ist das meist verbreiteste System, es arbeitet wie die Antriebsschwinge mit nur einem Gelenk mit dem Unterschied, dass beim Eingelenker das Tretlager am Hauptrahmen angebracht ist und nicht an der Schwinge. Die Bewegung der Hinterrad- schwinge ist kreisförmig. Der Vorteil von diesen System ist, dass es mit wenigen Lagern auskommt was wiederum den Vorteil hat ,dass man Gewicht spart. Zudem hat man eine sehr stabile Schwinge. Nachteil sind jedoch das alte Modelle sehr schlecht ansprechen, das der Hinterbau zum wippen neigt und das durch große Querkräfte defekte am Dämpfer entstehen.

Bild 2.3 Eingelenker

Der Mehrgelenker

Der Mehrgelenker wird oft mit dem Viergelenker verwechselt. Er funktioniert wie ein Eingelenker, da sich das Gelenk an der Kettenstrebe nicht, wie beim Viergelenker, direkt hinter dem Tretlager befindet, sondern oberhalb. Die Bewegung hier ist auch kreisförmig. Vorteil von diesem System sind die große Steifigkeit und, das dass Federbein keine seitliche Belastung halten muss, da diese schon von den Lagern genommen wird. Nachteile sind jedoch, dass dieses system im Gegensatz zu anderen schwer ist und viele Lager besitzt, die sich wiederum als Schwachstellen entpuppen können.

Bild 2.4 Mehrgelenker

Die Antriebschwinge:

Bei der Antriebsschwinge befindet sich das Tretlager im Hinterbau und nicht im Hauptrahmen. Der Dämpfer ,der ein Luft- oder Stahlfederbein sein kann, liegt im Zentrum des Rahmens. Die Bewegung des Hinterbaus ist auch hier kreisförmig. Diese Art von Federung findet sich zumeist bei billigeren Rädern wieder, weil sie in großer Masse gefertigt werden können. Diese Federungsart hat trotzdem Vorteile zu mal sie einfach zuwarten ist. Es gibt keine Einflüsse der Federung auf den Antrieb. Ein großer Nachteil ist jedoch das diese Schwinge sehr stark wippt und wenn man aus man Sattel geht spricht die Federung nicht so schnell an, das Federbein wird härter.

Bild 2.5 Antriebschwinge

Viergelenker:

Der Viergelenker funktioniert wie der Mehrgelenker, jedoch mit einem Gelenk an der Kettenstrebe (hinter dem Tretlager) dem sogenannten Horst-Link. Die Bewegung des Hinterbaus ist hier „ entlang einer Kurve. Ein Vorteil beim Viergelenker sind ,bei guter Konstruktion, dass er kaum Antriebseinflüsse hat. Zudem ist dies ein vollaktives System das sehr gut auf Unebenheiten anspricht. Es ist wie der Bauähnliche Mehrgelenker schwer und besitzt ebenfalls viele Lager.

Bild 2.6 Viergelenker

No-Sag-Viergelenker:

Er ist eine Abwandlung des Viergelenker bei dem das Federbein ohne Negativfederweg gefahren wird. Federt der Hinterbau ein wird er durch den Kettenzug sofort wieder auseinander gezogen. Durch dieses System entsteht ein Großer Vorteil, selbst bei Wiegetritt entsteht kein Wippen und dadurch minimale Kraftverschwendung durch die Federung. Jedoch hat diese Konstruktion Nachteile, zum Beispiel ist eine exakte Justierung nötig, zudem kommt es bei diesem System zu Komforteinbußen.

Bild 2.7 No- Sag- Viergelenker

Float Link:

Float Link ist ein Viergelenker, bei dem der Dämpfer schwimmend zwischen Umlenkhebel und Kettenstrebe angebracht ist. Dieses System hat eine sehr feines Ansprechverhalten was im Gegensatz zu anderen Hinterbaukonstruktionen ein Vorteil ist. Bei anderen System verändert sich beim Einfedern, durch die Bewegung, der Abstand Schaltwerk und Trittlager, das ist bei diesem System nicht der Fall. Für dieses Float Link ist jedoch ein aufwendige Rahmenkonstruktion nötig.

Bild 2.8 Float Link

VPP „ Virtual Pivot Point“ (Virtueller Drehpunkt)

Beim VPP heben zwei Gelenke im Tretlager Bereich den Hinterbau so an, dass der Dämpfer sich automatisch in einer antriebsneutralen Position befindet. Die Verlaufskurve ist hier S-förmig. Vorteil der sich dadurch ergibt ist, dass man kaum Wippen beim Pedalieren hat.

Bild 2.9 VPP System

Mono Link:

Beim Mono Link liegt das Tretlager zwischen Schwinge und Hauptrahmen auf einem separaten Bauteil. Es ist schwimmend gelagert und bildet eine Mischung aus Antriebsschwinge und Mehrgelenker. Je stärker der Fahrer tritt, umso mehr wird der Dämpfer entlastet. Hier ist die Bewegung des Hinterbaus wie bei der Antriebschwinge und beim Mehrgelenker kreisförmig. Vorteil von diesen System ist, dass man kein Wippen des Hinterbaus beim Wiegetritt hat. Jedoch ist ,wenn man nicht im Sattel sitzt, die Federung etwas unsensibel.

Bild 3.0 Mono Link

LRS“ Low Ratio Suspension” (Federung mit geringer Übersetzung)

Hier befindet sich der Dämpfer ,im Gegensatz zu anderen Konstruktionen, nicht vor oder über dem Rad, sondern seitlich daneben unterhalb und parallel zur Sitzstrebe. Der Dämpfer ist sehr lang und arbeitet mit einem geringen Übersetzungsverhältnis. Dadurch ist die Bewegung des Hinterbaus kreisförmig. Dieses System sorgt für einen sehr gut ansprechenden Hinterbau, ein Nachteil ist jedoch, dass der Federweg begrenzt ist.

Bild 3.1 LRS System